voll
FOLAdverb, AdjektivInformell
Deutsch: ein Slangbegriff. Deutscher Slang von A bis Z.
Was es bedeutet
Total, echt – der Arbeitsverstärker der deutschen Jugend- und Umgangssprache: voll gut, voll nervig, voll der Stress.
Das Besondere ist die Konstruktion „voll der/die/das + Substantiv“ („voll der Hammer“, „voll die Katastrophe“). Sie hat keine standardsprachliche Rechtfertigung, existiert nur im Gesprochenen und ist einer der verlässlichen Marker des informellen Registers.
Als schlichtes Adjektiv über eine Person heißt voll betrunken – „der war total voll“. Der Kontext hält die beiden mühelos auseinander.
Wörtlich: Voll, gefüllt.
Im Gebrauch
Das Essen war voll lecker.
Das ist voll der Quatsch.
Er war schon um neun voll.
Woher es kommt
Das gewöhnliche Adjektiv voll in den Dienst als Verstärker gestellt, eine Entwicklung der 1980er-Jahre, die in den 1990ern zum prägenden Tic der deutschen Jugendsprache wurde. Anders als die meisten Tics jenes Jahrzehnts verschwand er nie; er hörte bloß auf, als jugendlich markiert zu gelten.
Erstbeleg: 1980er-Jahre
Andere Formen
- Ähnliche Begriffe:
- total, mega, richtig